Wichtiges

Notfälle und Unfälle

Falls sich Ihr Kind einmal einen Zahn ausschlagen sollte, dann bringen Sie diesen bitte mit. Am besten in einer Zahnrettungsbox.

Merkblatt für Eltern – Kinderzahnbehandlung mit Kinderhypnose

Liebe Eltern,

Ängste, Unsicherheit und auch ein gewisses Panikgefühl in Verbindung mit Zahnarztbesuchen ist leider ein weit verbreitetes Problem vieler erwachsener Patienten. Das hat verschiedenste und sehr individuelle Ursachen, auch Ihre eigene Einstellung zum Zahnarztbesuch übertragen Sie oft völlig unbewusst auf Ihr Kind. Um Ihrem Kind ein gutes und positives Zahnbehandlungs-Erlebnis zu ermöglichen, empfehlen wir Ihnen die folgenden Punkte zu beachten:

Vor der Behandlung:

Versprechen sie keine Belohnungsgeschenke! Der Stress beim Zahnarzt ist schon groß genug. Wenn sich Ihr Kind auch noch etwas verdienen muss oder soll, gerät es nur zusätzlich unter Druck. Eine kleine Überraschung aus dem Belohnungskörbchen in der Zahnarztpraxis ist allerdings erlaubt 🙂

Negationen in Verbindung mit Zahnarztbesuch vermeiden!

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind positiv auf den Zahnarztbesuch vorbereitet wird. Den Kindern soll klar gemacht werden, dass sie negative Erzählungen von Personen in ihrem Umfeld über Zahnarztbesuche nicht zu ihren eigenen Erfahrungen machen sollen; besprechen Sie solche Vorkommnisse mit Ihrem Kind. Sie können Ihrem Kind helfen, indem Sie auch zu Hause Angst besetzte Worte wie Spritze, Schmerz, Bohrer usw. vermeiden und stattdessen positive Umschreibungen verwenden:

Schlafkügelchen + Kinderbetäubung für den Zahn (statt Spritze)

Dusche + Rillenputzer, die den Zahn kitzeln (statt Bohrer)

Zahnteufelangel (statt Sonde)

Vermeiden Sie Verneinungen, wenn Sie Ihr Kind auf den Zahnarztbesuch vorbereiten.
Sie sagen etwas. =  Ein Kind versteht es so:

Das tut nicht weh. =  Es tut weh!
Besser:  Wenn du Dich ganz leicht und locker machst, verspürst Du nur ein Kitzeln.

Du brauchst keine Angst zu haben. = Du wirst Angst haben!
Besser:  Denk an etwas Schönes, vielleicht an… (das was  Ihrem Kind gefällt)

Es ist schon nicht so schlimm. =  Ein bisschen schlimm ist es schon!
Besser:  Wenn Du ganz still hältst und schön den Mund weit auf machst, werden die Zähne ganz schnell sauber gemacht und die Zahnteufel weg gejagt.

Positive Zielorientierung:

Liebe Eltern stellen Sie Ihr Kind im Hinblick auf die Therapie positiv ein und bereiten es vor. Zum Beispiel mit: Geschichten erzählen oder CD von den Zahnteufel hören, Kuscheltier mit in die Praxis bringen. Sie dürfen sich selbst nur positiv über Ihre Zahnarzterfahrungen äußern, fehlen Ihnen positive Erfahrungen, sollten Sie lieber gar nichts sagen.

Wenn Sie als Eltern bereits eigene Hypnoseerfahrung haben, sollten sie über das angenehme Hypnoseerlebnis erzählen.

Bei der Behandlung:

Bitte kommen Sie nur mit einer Begleitperson zur Behandlung, das gilt insbesondere auch für Geschwisterkinder oder Freunde; es sei denn, es wurde die Begleitung mit dem Behandler besprochen. Der Sinn ist, möglichst effektiv und ohne Ablenkung mit dem Kind arbeiten zu können.

Vermeiden Sie auf jeden Fall, auf die Behandlung Einfluss zu nehmen!

Überlassen Sie unserem Praxisteam in jeder Situation die Führung Ihres Kindes!

Das gilt insbesondere, falls das Kind die Behandlung verweigert oder gar weint! Vor allem kleinere Kinder brauchen das Weinen oft als Ventil. Und wenn ausgeschlossen ist, dass sie vor Schmerzen weinen, sollte man sie einfach lassen und die Behandlung in Ruhe beenden. Sollte sich Ihr Kind während der Behandlung in eine sogenannte „Schreitrance“ hinein weinen, wird das von uns toleriert und sollte auch von Ihnen, den Eltern, kommentarlos „ertragen“ werden. Meist ist schon beim nächsten Behandlungstermin alles gut und Ihr Kind hält auch ohne Weinen still.

Wir arbeiten während der Zahnbehandlung mit Entspannungs- und Kinderhypnosetechniken, darauf soll sich Ihr Kind voll konzentrieren können. Jeder Eingriff oder Kommentar von Seiten der Begleitperson, und sei es nur eine gutgemeinte Unterstützung, kann den Behandlungserfolg gefährden oder gar zerstören!

Nach der Behandlung:

Loben Sie Ihr Kind für jede Kleinigkeit, die es gut gemacht hat. Damit stärken Sie das Selbstbewußtsein Ihres Kindes und fördern die Behandlungsbereitschaft für den nächsten Zahnarzttermin.

„Vergessen“ Sie alle Unmutsäußerungen Ihres Kindes (Trotzreaktion, weinen), darüber soll nicht mehr gesprochen werden. Stimmen Sie Ihr Kind positiv auf den nächsten Zahnarztbesuch ein.

Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine erfolgversprechende und angenehme Behandlung möglich!

Mit diesen Informationen können Sie Ihre Kinder bestmöglich unterstützen.